VR-Technik für die Lehre der Zukunft

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

VR-Technik für die Lehre der Zukunft

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Wie Studierende in Zukunft lernen, wird aktuell an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) erprobt. Als eine der ersten Hochschulen Deutschlands setzt die HTW Dresden an der Fakultät Maschinenbau im Bereich Produktionstechnik seit Ende 2016 moderne Virtual-Reality (VR-) Technik als reguläre Grundlage des Praktikums im Lehr-Alltag ein.

htw-dresden_170130_vrlabor_d369936ab7

Im Virtual-Reality-Labor der Produktionstechnik erfahren die Studierenden technische Zusammenhänge und trainieren manuelle Fertigkeiten: Wie Studierende in Zukunft lernen, wird aktuell an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) erprobt. Als eine der ersten Hochschulen Deutschlands setzt die HTW Dresden an der Fakultät Maschinenbau im Bereich Produktionstechnik seit Ende 2016 moderne Virtual-Reality (VR-) Technik als reguläre Grundlage des Praktikums im Lehr-Alltag ein. Statt anhand klassischer Vorführungen und ergänzender Tafelbilder im Hörsaal lernen die Studierenden in einer virtuellen Umgebung.

Die Hardware, die ursprünglich für 3D-Spiele entwickelt wurde, kommt dabei für unterschiedliche technische Anwendungen zum Einsatz: Im Rahmen der Praktika zur Fertigungs- und Fügetechnik trainieren die Studierenden beispielsweise die korrekte Handhaltung beim manuellen Schweißen in einer VR-Umgebung. Die dazu erforderliche Software wurde von Dr. Gunther Göbel, Professor für Fügetechnik selbst entwickelt.

„Mit dem Schweißtrainer können sowohl einfache Grundlagen geübt als auch komplexe Schweißfolgen an großen Bauteilen abgebildet werden, völlig ohne Materialverbrauch und Sicherheitsrisiken. So werden nicht nur die Handfertigkeiten beim manuellen Schweißen geübt, sondern auch schwierigere Fügeaufgaben können besser geplant und unterstützt werden.“, beschreibt Prof. Göbel die Vorteile des virtuellen Labors. „Wichtig ist dies zum Beispiel für spätere Konstrukteure oder Produktionsleiter, die damit auch ohne reguläre Schweißausbildung wissen, wie sich diese Arbeit für die Produktionsmitarbeiter bei der Umsetzung anfühlt“.

Gamification erhöht Motivation

Dabei ist das System der HTW Dresden nicht nur deutlich flexibler als bereits verfügbare Schweiß-Trainingssysteme, sondern es bietet auch die gleiche beeindruckende Realitätsnähe wie moderne PC-Spiele. Dieser Bonus wird gezielt eingesetzt: Die Lehrenden nutzen den Gamification – Ansatz, um die Motivation der Studierenden bei der Umsetzung der Aufgaben zusätzlich zu steigern. – Denn wer will nicht besser arbeiten als das Nachbarteam und damit schon eher die nächste Schweißaufgabe im (virtuellen) Forschungslabor oder auf dem Hochhaus freischalten?

Zusammenhänge durch direktes Erleben besser verstehen

Auch andere Lerninhalte werden durch VR-Umgebungen besser verständlich: Viele Studierende und Ingenieure haben zum Beispiel Schwierigkeiten, wichtige Abläufe in der Kristallstruktur eines Metalls zu verstehen. Diese Zusammenhänge sind jedoch elementar und entscheiden darüber, wie belastbar ein Bauteil nach der Bearbeitung, zum Beispiel dem schnellen Abkühlen beim Schweißen, ist. „Das entsprechende Wissen ist in Fachbüchern gut aufbereitet. Die Erfahrung in der Lehre zeigt jedoch, dass dieses gelesene oder gehörte Wissen ohne häufige Anwendung schnell wieder vergessen wird. Kann ich dagegen mitten in einem Atomgittermodell stehen und den Veränderungen in einem Modellversuch zusehen und diese interaktiv ändern, werden Zusammenhänge schneller und auch dauerhafter klar.“, ist Prof. Göbel überzeugt.

Derzeit befinden sich noch weitere Ansätze, wie die Unterstützung von Planungs- und Visualisierungsaufgaben in der Fabrikplanung und Messtechnik, in der Entwicklung.

 

Bild: Im Virtual-Reality-Labor der Produktionstechnik erfahren die Studierenden technische Zusammenhänge und trainieren manuelle Fertigkeiten. Foto: HTW Dresden/Peter Sebb

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Ob am Handgelenk, in der Schuhsohle oder als Smart Glasses auf der Nase – Wearables wird von vielen Marktexperten ein großer Boom in den nächsten Jahren vorausgesagt. Die Anwendungen sind vielfältig, doch Datensicherheit bleibt eine Achillesferse, wie die Ende September erstmals ausgerichtete Cebit-Konferenz in Bonn gezeigt hat.

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.