VR-Übungsszenario für Elektrofachkräfte

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Lerninhalte auch digital zu vermitteln, wird immer wichtiger. Mithilfe von virtuellen Angeboten können Fortbildungsteilnehmer heutzutage auch seltene Szenarien und gefährliche Vorgänge detailliert trainieren. Ablauf und Visualisierung der Übungen gestalten sich dabei absolut real, gleichzeitig ist eine Gefährdung der Teilnehmer aber ausgeschlossen. 

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Lerninhalte auch digital zu vermitteln, wird immer wichtiger. Mithilfe von virtuellen Angeboten können Fortbildungsteilnehmer heutzutage auch seltene Szenarien und gefährliche Vorgänge detailliert trainieren. Ablauf und Visualisierung der Übungen gestalten sich dabei absolut real, gleichzeitig ist eine Gefährdung der Teilnehmer aber ausgeschlossen. 

Die TÜV SÜD Akademie hat, zusammen mit dem Startup senselab.io und dem Anlagenhersteller Driescher (Elektrotechnische Werke Fritz Driescher & Söhne GmbH), ein solches Lernszenario für Elektrofachkräfte mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen entwickelt.

Bedienfehler an realen Hochvolt-Anlagen können lebensgefährlich sein. Umso wichtiger ist es, für Elektrofachkräfte in Fortbildung eine sichere Trainingsmöglichkeit zu schaffen. Die TÜV SÜD Akademie bietet dies ab 2019 mit dem Seminar zur „Schaltbefähigung für das Betreiben und Bedienen elektrischer Anlagen über 1kV bis 30 kV“ an.

Schon ausgezeichnet

Bereits jetzt hat das VR-Lernszenario den 2. Preis beim Immersive Learning Award gewonnen. Ausgezeichnet wurde die herausragende Visualisierung im Bereich der Schaltbefähigung unter Abbildung eines lebensgefährlichen Prozesses. Auch die gute didaktische Konzeption und das Einbetten in einen Zertifikatskurs kamen besonders gut an. Die Preisverleihung fand im Rahmen der LearNext Ende Juni 2018 in Hannover statt. Insgesamt haben sich 12 Bewerber aus dem Bereich Corporate Learning in der DACH-Region zum Thema Virtual Reality beworben.

Schulung ohne Gefahr

In der dreitägigen Schulung vermittelt die TÜV SÜD Akademie den Teilnehmern theoretische und gesetzliche Grundlagen. Praktische Übungen werden mittels VR-Brille durchgeführt, weil dafür nicht immer entsprechende Schaltschränke zur Verfügung stehen. Da Bedienfehler an einer realen Hochvolt-Schaltanlage zudem lebensgefährliche Folgen für den Bediener haben können, bietet das VR-Szenario die Möglichkeit, solche Tätigkeiten zu üben, ohne sich einer realen Gefahr auszusetzen. Außerdem muss die laufende Produktion eines Betriebs auch nicht durch Übungsabläufe unterbrochen werden. Teilnehmer erhalten visuelles und akustisches Feedback über das VR-Headset und Anweisungen durch den anwesenden Trainer. So wird ein effizienter Lernerfolg sichergestellt. Mit der abschließenden Prüfung erlangen Teilnehmer die nötige Befähigung, um selbstständig im Hochvoltbereich elektrische Anlagen zu schalten.

Akademie-Angebot ab 2019 

Die TÜV SÜD Akademie führt das neue Seminar bereits vereinzelt als Pilot-Veranstaltung durch. Ab dem kommenden Jahr ist das Angebot bundesweit verfügbar und richtet sich an Teilnehmer im offenen Seminarbetrieb. Das Seminar zur „Schaltbefähigung für das Betreiben und Bedienen elektrischer Anlagen über 1kV bis 30 kV“ ist die erste Schulung der TÜV SÜD Akademie, bei der die neue VR-Brillen zum Einsatz kommen.

Insgesamt weitet die TÜV SÜD Akademie ihr Angebot an neuen Lernformaten 2019 noch weiter aus. Unter dem Motto „Wir machen Sie fit für den digitalen Wandel!“ finden Interessierte alle Fort- und Weiterbildungsangebote sowie die Termine der TÜV SÜD Akademie online unter: www.tuev-sued.de/akademie.

Bild: Christian Steiner (senselab.io) und Oswin Breidenbach (TÜV SÜD Akademie GmbH) (v.l.n.r.) nehmen den Immersive Learning Award entgegen.

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