11.04.2016 – Kategorie: Management, Technik

Wie die Hände schlauer werden

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Die Haut als Touchscreen — dieser Vision sind Wissenschaftler an der University of Sussex näher gekommen, indem sie taktile Empfindungen mittels Ultraschall durch die Hand auslösen konnten.

Die Haut als Touchscreen, dieser Vision sind Wissenschaftler an der University of Sussex näher gekommen, indem sie taktile Empfindungen mittels Ultraschall durch die Hand auslösen konnten. Die Forscher stehen damit in erster Reihe, geht es darum, die Anwender fühlen zu lassen was sie auf den Displays tun, die auf ihre Hand projiziert werden. Die Ergebnisse der Arbeiten sollen eine der größten Herausforderungen für Technologieunternehmen meistern helfen, die den menschlichen Körper und besonders die Hände als ideale Display-Erweiterungen für künftige Generationen von Smart-Watches und anderen smarten Gerätschaften ansehen. Die aktuellen Konzepte nutzen Vibrationen oder Nadeln, die Kontakt zur Handfläche herstellen müssen und das Display unterbrechen.

Doch die Neuheit namens SkinHaptics sendet die Empfindungen von der anderen Seite der Hand auf den Handteller, so dass dieser für die Anzeige frei bleibt. Das Gerät verwendet eine Art Zeitumkehr, um die Ultraschallwellen durch die Hand zu senden. Dieses Verfahren entspricht dem Verhalten von Wellen im Wasser, nur umgekehrt: Die Wellen richten sich bei der Reise durch die Hand immer gezielter aus, um punktgenau auf der Handfläche anzukommen.

Professor Sriram Subramanian, der das Team von Wissenschaftlern an der University of Sussex leitet, sagt, dass Technologien unweigerlich auch andere Sinne ansprechen müssten, wie den Tastsinn.  Die tragbaren Geräte seien schon ein großer Markt, der nur noch wachsen könne. Aber je mehr wir diese Technik benutzen würden, desto miniaturisierter komme sie daher und wir würden weniger darauf schauen. Daher würden multisensorische Funktionen viel wichtiger werden.

„Stellen Sie sich vor, sie sitzen auf dem Fahrrad und wollen die Lautstärke an Ihrer Smartwatch einstellen: der Raum für die Interaktion auf der Uhr ist sehr klein. Deshalb untersuchen Unternehmen, wie sie diesen Raum auf die Hand des Anwenders erweitern.“

 

Bild: Das SkinHaptics-Gerät sendet Ultraschall durch die Hand punktgenau auf die Handfläche. Diese Technologie soll den Weg für die nächste Generation smarter Lösungen bereiten, die die Haut des Anwenders als Touch-Screen benutzen.

Credit

Sri Subramanian / University of Sussex


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