Wir sind Alfred

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Er spricht mit Ihnen, aber Sie können ihn nicht richtig verstehen. Da ist ein grauer Schleier, wo sein Gesicht sein sollte, so dass Sie auch nicht von den Lippen ablesen können. Was er sagt, ist wichtig, so beugen Sie sich nach vorn. Aber es entmutigt Sie, damit zu kämpfen, etwas verstehen zu können. Sie sehen das Leben mit den Augen des 74-jährigen Alfred, sieben Minuten im Körper eines älteren Mannes.
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Ein Virtual-Reality-Szenario verwandelt den Anwender in den 74-jährigen Alfred, so dass er die Perspektive des behandelten Patienten einnehmen kann. Er spricht mit Ihnen, aber Sie können ihn nicht richtig verstehen. Da ist ein grauer Schleier, wo sein Gesicht sein sollte, so dass Sie nichts von seinen Lippen ablesen können. Was er sagt, ist wichtig, so beugen Sie sich nach vorn. Aber es entmutigt sie, damit zu kämpfen, etwas verstehen zu können. Sie sehen das Leben mit den Augen des 74-jährigen Alfred, sieben Minuten im Körper eines älteren Mannes, dessen audiovisuelle Beeinträchtigung als kognitive fehlgedeutet wurde – und eine Geschichte, die sich Studenten vieler Disziplinen gemeinsam ausgedacht haben.

„Wir versuchen, verschiedene Formen medizinischer Befunde und Veränderungen des Sinneswahrnehmung aus der Perspektive des Patienten darzustellen, sagt Carrie Shaw, Master’s Studentin im Bereich biomedizinischer Visualisierung an der University of Illinois, Chicago, und Schöpferin der Fallstudie „We are Alfred“. Das Projekt steht im Fokus der Forschungsarbeiten von Shaw in diesem Jahr. Medizinstudenten seien üblicherweise in den frühen 20ern und hätten jene Erfahrungen noch nicht gemacht, so Shaw weiter.

Das Ziel lag darin, eine interaktive, erlebnisorientierte Lösung zu schaffen, die im Curriculum der Geriatrie genutzt werden kann, für die Gesundheit und Pflege älterer Menschen, gerade vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und eine Entfremdung zwischen Ärzten und Patienten.

Um in Alfreds Welt einzutauchen, nutzen die Anwender Kopfhörer und das Oculus Rift Development Kit 2. Das Headset verfügt außerdem über eine Gestensteuerung.

„Das Projekt zielt auf Komfort“, sagt Eric Swirsky, Clinical Assistent Professor und Berater für das Projekt. Es gehe nicht um Heilung, nicht einmal um Behandlung. Sondern darum, zu verstehen, wo der Patient sei, so dass man ihn begleiten könne.

Die Gruppe startete mit Alfred 0.5, der ersten Version des Projekts. Das Prototyp hatte eine komplett virtuelle Umgebung. Aber nach Tests, Versuchen, Diskussion und dem Rat von erfahrenen Geriatern wurde die zweite Version neu ausgerichtet, um grafische Elemente, reale Personen und Live-Szenen einzubauen. Die so entstandene Lösung, „interactive Cinema“, sei eine Art Vermählung von Filmregie und Theaterregie, weil man einen 360-Grad-Raum gestalte, in dem Anwender die Freiheit hätten, sich alles anzuschauen, was sie wollten, so Ryan Lebar, ein am Projekt beteiligter Student der University of North Carolina School of the Arts.

Die Story umfasst sechs Szenen „Happy Birthday Song,“ „Day Dream,“ „Wine Spill,“ „Waiting Room,“ „Taking the Cognitive Test“ und „Follow Up With the Doctor.“

Die UIC Engineering-Studenten Thomas Leahy und Jakub Borowski verwendeten Programmiertechniken und Entwicklerwerkzeuge, um das Material zusammenzuführen und fügten Simulationen von medizinische Befunden wie Makula-Degeneration oder Hörverlust hinzu. „Es gab eine Menge unterschiedlicher, neuer Technologien, die wir versucht haben, miteinander zu verknüpfen, und ich denke, das war der rote Faden im gesamten Projekt“, sagt Leahy.

Bild: Ein Virtual-Reality-Erlebnis verwandelt den Anwender in den 74-jährigen Alfred. Credit: Carrie Shaw

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