Zukunftsszenario für das Motorrad

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Im Jubiläumsjahr 2016 blickt die BMW Group weit in die Zukunft und entwickelt Visionsfahrzeuge, die die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in etwa drei Jahrzehnten antizipieren und entsprechende Lösungen bieten sollen. Dabei geht das Unternehmen davon aus, dass Mobilität immer vielfältiger und vernetzter wird. Nun präsentiert BMW das Motorrad Vision Next 100.
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Im Jubiläumsjahr 2016 blickt die BMW Group weit in die Zukunft und entwickelt Visionsfahrzeuge, die die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen in etwa drei Jahrzehnten antizipieren und entsprechende Lösungen bieten. Dabei geht sie davon aus, dass Mobilität immer vielfältiger und vernetzter wird.

Nach den Visionsfahrzeugen von BMW, MINI und Rolls-Royce präsentiert die BMW Group nun im Rahmen der Ausstellung: „Iconic Impulses. The BMW Group Future Experience” am 11. Oktober in Los Angeles die Vision von Mobilität auf zwei Rädern: das BMW Motorrad Vision Next 100.

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Aus dem Alltag ausbrechen

„Das BMW Motorrad Vision Next 100 verkörpert das Verständnis der BMW Group von Motorradfahren in einer vernetzten Welt: es ist ein analoges Erlebnis in einer digitalen Zeit. Es lässt mich aus dem Alltag ausbrechen. Ab dem Moment, in dem ich aufsteige, erlebe ich absolute Freiheit. – ‚The Great Escape’.“, so Edgar Heinrich, Leiter Design BMW Motorrad, zum Kerngedanken des Visionsfahrzeugs von BMW Motorrad.

Das BMW Motorrad Vision Next 100 soll die perfekte Einheit von Mensch und Maschine verkörpern. Jedes Detail wird berücksichtigt. Dabei greift das Design-Team die Elemente aus der BMW Motorrad Historie formal auf und interpretiert sie neu – optisch wie auch funktional. Das Visionsfahrzeug ist unmittelbar als „echte BMW“ erkennbar durch den schwarzen Dreiecksrahmen, die weiße Linierung und die klassische Form des Boxermotors, in der die emissionsfreie Antriebseinheit arbeitet.

Der Dreiecksrahmen

Der schwarze Dreiecksrahmen des BMW Motorrad Vision Next 100 zitiert in seiner Form bewusst das erste BMW Motorrad – die R32 von 1923 –, interpretiert ihn jedoch als funktionale Skulptur neu: der Rahmen verbindet Hinterrad und Vorderrad in einem dynamischen Schwung. Es sind keine Lager oder Gelenke sichtbar vorhanden, er wirkt wie aus einem Guss.

In der Seitenansicht verleiht der Rahmen dem BMW Motorrad Vision Next 100 die Wirkung eines Naked Bikes. Entsprechend sind auch Ergonomie und Sitzposition wie auf einem Roadster ausgelegt. Durch die Anordnung der Flächen sorgt der Rahmen für den Wind- und Wetterschutz eines vollverkleideten Motorrads. Die Oberfläche des Rahmens besteht aus mattschwarzem Textil. Sein seidenmatter Glanz und die feinen Linierungen heben die charakteristische Rahmenform nochmals hervor.

Der Rahmen lenkt mit

Ein Flexframe spannt sich wie aus einem Guss vom Vorderrad zum Hinterrad der Motorradstudie. Seine Biegsamkeit erlaubt Lenkmanöver ohne die heute üblichen Gelenke. Wird der Lenker bewegt, verformt sich der gesamte Rahmen und macht die Richtungsänderung möglich. Je nach Fahrsituation variieren die dafür erforderlichen Kräfte: Lenkmanöver im Stand sind besonders leicht, während der Rahmen bei hohen Geschwindigkeiten eine hohe Steifigkeit bietet.

Antrieb inspiriert vom BMW Boxermotor

Inmitten des schwarzen Rahmens sitzt der Antrieb. Er ist Stilelement und historische Reminiszenz zugleich: In Form und Ausführung erinnert er an den traditionellen BMW-Boxermotor, beherbergt jedoch die emissionsfreie Antriebseinheit. Je nach Fahrsituation ändert sich die äußere Gestalt des „Boxers“. Im Ruhezustand liegt er eng an. Sobald die Fahrt beginnt, fährt der Motorblock seitlich aus. Während der Fahrt optimiert er so die Aerodynamik und den Wetterschutz des Motorrads. Poliertes Aluminium setzt den Bereich hochwertig in Szene.

Minimalistische Form

Über dem Vorderrad ist ein großer metallener Reflektor in den Rahmen integriert. Darin eingebettet ist das Tagfahrlicht aus zwei übereinander liegenden, U-förmigen Elementen. Der Reflektor dient außerdem als Windleitfläche. In Kombination mit dem integrierten kleinen Windschild sorgt er für einen aerodynamisch optimierten Luftstrom. Karosserieteile wie der Sitz, die obere Rahmenabdeckung und die Kotflügel sind aus Carbon gefertigt. Zwei filigrane rote Leuchtkörper unterhalb der Sitzschale dienen als Rücklicht und Fahrtrichtungsanzeiger. Sie zitieren die typische Doppel C-Form der Rückleuchten von heutigen BMW-Motorrädern. Die Reifen integrieren nicht nur Dämpfungsfunktion, ihr variables Profil passt sich aktiv an den jeweiligen Untergrund an. Damit sorgen sie in jeder Fahrsituation für optimale Bodenhaftung.

Analoge Elemente in einer digitalen Zeit

Bei allem Verzicht auf Anzeigen, Kabel oder Schalter fällt ein Element innerhalb der Front auf: Ein roter Kipphebel am rechten Lenkerende. Als bewusst mechanisches Element ausgeführt, blockiert er den Gasgriff oder gibt ihn frei. Dies ist als Referenz an das analoge Erlebnis – das Ursprüngliche des Motorradfahrens, gedacht, ebenso wie die außen angelenkten Handhebel.

Zukunftsszenario für das Motorrad

Für das BMW Motorrad Vision Next 100 blickt das Design-Team einige Jahrzehnte voraus. Zukünftig wird die Welt durch Vernetzung und allgegenwärtige Digitalisierung bestimmt sein. Die meisten Fahrzeuge werden autonom fahren und das Leben wird zum Großteil von digitalen Services organisiert,so die Vorstellung der BMW-Designer. Immer mehr Menschen leben in urbanen Lebensräumen.

Digitale Technologie für ein analoges Erlebnis

Grundlage für das Fahrerlebnis ist die Vernetzung von Fahrer, Motorrad und Umwelt. Sie macht kritische Fahrsituationen vorhersehbar. Durch die Kombination mit aktiven Assistenzsystemen hat der Fahrer des Motorrads jederzeit die Kontrolle über das Fahrgeschehen. Die Systeme schauen nicht nur voraus und weisen den Fahrer auf Handlungsbedarf hin, sie können während der Fahrt schützend eingreifen. Bisher übliche Motorradkleidung wie ein Helm oder Fahrerausstattung mit Protektoren ist daher nicht mehr erforderlich.

Aktive, intelligente Assistenzsysteme

Die zukünftigen aktiven Assistenzsysteme balancieren das Motorrad während der Fahrt sowie im Stand selbstständig aus. So können die Systeme dem Motorrad in bestimmten Fahrsituationen mehr Stabilität und dem Fahrer Sicherheit verleihen. Einsteiger werden durch jede Fahrsituation sicher begleitet. Ein Umfallen ist nicht möglich. Auch im Stand balancieren sie das Motorrad selbstständig aus – das Motorrad bleibt stehen, sogar wenn der Fahrer bereits abgestiegen ist. Die Systeme sorgen auch für ein besonders agiles und dynamisches Fahrerlebnis. Erfahrene Fahrer würden von einem noch wendigeren Motorrad profitieren. Die Assistenzsysteme erweitern seine Fähigkeiten.

Digitaler Begleiter

Die eigens konzipierte Fahrerausstattung bilden eine funktionale Einheit, die den Fahrer wie ein „digitaler Begleiter“ je nach Situation informativ und bei Bedarf auch aktiv unterstützen soll. Dabei steht das Fahrerlebnis im Vordergrund. Entsprechend zurückhaltend ist der digitale Begleiter: er ist immer aktiv, agiert bis zu seinem Eingreifen jedoch unmerklich im Hintergrund. Ob als Anzeige über das User Interface oder als Assistenzsystem: Er tritt nur in Erscheinung, wenn es notwendig oder vom Fahrer gewünscht ist.

Richtige Information zur richtigen Zeit

Der wesentliche Teil des Informationsaustauschs zwischen Fahrer und Fahrzeug erfolgt über den Visor, eine sichtfeldumschließende Datenbrille mit Windschutzfunktion. Der Visor projiziert situativ relevante Daten direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Dieses unterteilt sich in vier Anzeigenbereiche, die durch die Blickhöhe gesteuert werden: Je nachdem, ob der Fahrer seinen Blick hebt oder senkt, ändert sich auch der angezeigte Inhalt. Die normale Blickebene zeigt während der Fahrt bewusst keine Inhalte und erlaubt damit den absoluten Fokus auf das Fahrerlebnis. Erst wenn Handlungsbedarf besteht oder der Fahrer gewisse Informationen wünscht, wird der Visor aktiv.

„Durch seine umfassende Vernetzung mit den Daten der Umwelt und die intelligent im Hintergrund arbeitenden Systeme kennt das Motorrad die vorausliegende Strecke. Auf Basis dieser gewonnenen Informationen erhält der Fahrer Hinweise zur Ideallinie, zur Schräglage oder zu Gefahrenstellen“, führt Hampf weiter aus. In diesem Fall blendet sich im unteren Drittel das Sinnbild des digitalen Begleiters ein, ein umgedrehtes Dreieck, aus dem sich zwei horizontale Linien entwickeln. Die Darstellung ist ähnlich wie in einem Flugzeugcockpit: Es zeigt die aktuelle Schräglage sowie die Ideallinie. Besteht eine Abweichung, kann der Fahrer selbst korrigieren. Reagiert der Fahrer nicht oder zu spät, regelt das Motorrad selbst nach. Durch diese Hinweise lernt der Einsteiger mehr über sich und darüber, was mit einem Motorrad möglich ist. Erfahrene Fahrer können sich immer wieder fordern und profunde Fähigkeiten verbessern.

Ein Blick nach oben bietet dem Fahrer eine „Rückspiegelfunktion“ und zeigt, was hinter ihm geschieht. Senkt der Fahrer seinen Blick ein wenig unter die normale Blickebene, eröffnet sich ihm ein Menü, in dem der Fahrer per Fingergestiksteuerung die einzelnen Funktionen aufrufen kann. Ein Blick noch tiefer öffnet die Kartenansicht, die dem Fahrer die von ihm gewählte Route zeigt.

Die Fahrerausstattung

Die Fahrerbekleidung gehört ebenfalls zum Konzept. Bei Bedarf kühlt oder wärmt eine Klimafunktion den Fahrer. Ein diagonaler Reißverschluss über der Brust weckt Assoziationen an traditionelle Motorradbekleidung. Die flexible Bandstruktur an Anzug und Schuhen ist von Muskelsträngen inspiriert. Sie kann den Fahrer je nach Fahrsituation aktiv stützen und dadurch entlasten.

Der Nackenbereich der Fahrerbekleidung lässt sich bei höherer Geschwindigkeit mit Luft füllen, entlastet dann die Halswirbelsäule und erhöht den Komfort. Variable Öffnungen sorgen für zusätzliche Ventilation. Neben den genannten Komfortfunktionen besitzt die Kleidung keine Sicherheitsfunktion. Diese ist aufgrund der intelligenten Assistenzsysteme nicht erforderlich.

Sensoren in der Fahrerausstattung wachen über Daten wie Puls und Körpertemperatur, damit der Anzug bei Kälte- oder Stressempfinden die Klimatisierung entsprechend regulieren kann. Mit vibrierenden Elementen an Armen und Beinen gibt die Bekleidung Hinweise für die Navigation oder zeigt das Erreichen des Grenzbereichs in der Schräglage an. 

 

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